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Modulares Gewächshausanbausystem zur aquaponischen Produktion von Warmwasserfischarten unter minimalem Ressourcenverbrauch in Mecklenburg-Vorpommern – Eine Innovationsinitiative zur energie- und nährstoffeffizienten Nahrungsmittelproduktion

Das Projekt zielt auf die Erstellung von vermarktungsfähigen Aquaponic-Systemen auf einer Fläche der Universität Rostock (Campus der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät), welche den Trend nach energieeffizienten und ressourcenschonenden Fischproduktions-verfahren auf landwirtschaftlichen Flächen, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, demonstrieren. Dabei soll zukünftig ein energieproduzierendes und auch energiespeicherndes Gewächshaus eine Kombination von verschiedenen Fischzucht- und Pflanzenproduktionsystemen entstehen, welche derzeit auf dem Markt lieferbar und zudem modular kombinierbar sind (FishGlassHouse). Die Fischproduktion von herkömmlichen (Tilapia und Afrikanischer Wels) sowie einer neuen Warmwasserart zur angestrebten Artendiversifizierung (Giant Gourame) für den hochpreisigen Markt in Deutschland ermöglichen eine Bandbreite von extensiver, semiintensiver und intensiver Fischproduktion, deren Prozesswässer als Nährstofflieferanten für die in dem gleichen Gewächshaus erfolgende Pflanzenproduktion fungieren. Zudem lassen sich weitere Systeme, wie beispielsweise die Kombination einer Warmwasserzierfischzucht mit Pflanzenproduktionssystemen oder die Kultivierung von tropischen Fisch und Nutzpflanzenarten, in diesem Gewächshaus darstellen. Somit kombiniert das Gewächshaus eine gesteuerte Fischproduktion je nach Bedarf mit kontrollierten und weitestgehend pflanzenschutzmittelfreien Erträgen bei geringem Wassergebrauch, einer ganzjährigen Produktion sowie geringen Investitionskosten für den Landwirt. Der Standort des Gewächshauses, welches ohne die speziellen Ausführungen auch als Standard-Produktionsgewächshaus von einem kommerziellen Anbieter bezogen werden kann, auf dem Campusgelände der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock ermöglicht zudem die Bearbeitung aktuellster Forschungsarbeiten sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Komponenten und Verfahren. Die Entwicklung von vermarktungsfähigen Aquaponic-Komponenten und Systemen sowohl im Inland als auch für Entwicklungsländer in den Tropen steht im Vordergrund der geplanten Arbeiten. Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die einzelnen Prozesse und Komponenten sollen dieses Projekt begleiten. Es ist beabsichtigt, dem Glashaus über weitere zukünftige Projektvorhaben noch fehlende Komponenten wie beispielsweise Energiesammel- und Speicherverfahren hinzuzufügen.

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